Eine realistische Rendite entsteht nicht durch optimistische Marktannahmen, sondern durch substantielle Kalkulation. Grundlage einer verlässlichen Kalkulation sind belastbare Ertragsgutachten mit realistischen Degradationsannahmen sowie eine transparente und vollständig erfasste Kostenstruktur.
In Verbindung mit einem professionellen Bilanzkreismanagement wird zudem nicht nur die reine Stromproduktion bewertet, sondern aktiv gesteuert, wie der erzeugte Strom im Markt platziert wird. Marktpreisbewegungen – einschließlich temporärer Schwankungen oder Negativpreisphasen – werden dabei nicht als Risiko ignoriert, sondern in der Vermarktungsstrategie intelligent berücksichtigt. Durch diese strukturierte Herangehensweise entsteht eine Kalkulation, die wirtschaftliche Stabilität mit Marktchancen verbindet und langfristig tragfähige Erträge ermöglicht.
Gute Wirtschaftlichkeitsberechnungen arbeiten mit konservativen Annahmen und zeigen auf, wie sich Veränderungen bei Marktpreisen oder Produktion auswirken. Erst wenn das operative Ergebnis nachvollziehbar stabil ist, sollte die steuerliche Komponente betrachtet werden, um klar eine Gewinnerzielungsabsicht darlegen zu können.
Steuerliche Effekte wie IAB und Abschreibung verbessern die Liquidität, dürfen jedoch nicht zur künstlichen Erhöhung einer Renditezahl genutzt werden. Eine tragfähige Kalkulation stellt daher operative Rendite und steuerliche Wirkung getrennt dar. Nur so lässt sich beurteilen, ob ein PV Direktinvestment auch ohne steuerliche Optimierung wirtschaftlich sinnvoll ist.